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Das Fegefeuer der Energy-Brausen ...oder der Traum vom Fliegen

Daß mir - wie nach zu vielen Drinks auf der Milchstraße - telepathische Kräfte verloren gehen könnten, ist meine geringste Sorge. Nein, die Getränke der Jetzt-Zeit verheißen Schlimmeres: Sie wollen mich "dyamisch" und "hellwach'' machen (muß ein gräßlicher Zustand sein), meine "Belastbarkeit steigern" und meine Lust auf Sex. Aber vor den Effekt haben die Schöpfer der "Powerdrinks" wie Guvi, Flying Horse oder Purdey's die Mühe gesetzt. Ich finde, man muß schon einigermaßen belastbar sein, um eines dieser klebrigen Wunder runterzukriegen - und das wäre jemand wie ich ja eigentlich erst nach dem Trinken. (Für alle anderen findet sich auf den meisten "Power-" oder auch "Energydrinks" der hilfreiche Hinweis: "Achtung! Nur gekühlt geniesbar". Ach, nein, ich hab' mich verguckt: "Am besten eiskalt", steht da. Jetzt bloß nicht ungerechrßt werden. Schließlich hat jedes der "koffeinhaltigen Erfrischungsgetränke", wie sie lebensmittelrechtlich genannt werden, seine eigene Note: Tatsächlich schmecken nur die wenigsten nach eingeschlafenen Füßen oder abgestandener Kindercola. Die meisten von ihnen warten mit variantenreichen Geschmacksnoten zwischen "Automatenkaugummi" und "Hustensaft" auf: Designer-Food eben. Dafür sind vier, fünf oder auf Partys auch acht Mark pro Dose wirklich nicht zu viel.

Wenn ich im Chor mit Schriftsteller Douglas Coupland, der der neuen Generation ein Gesicht, wenigstens aber einen Namen ("X") geben wollte, verzweifelt schreie: "Ich bin kein Zielmarkt!", wird das die modernen Druiden wenig rühren. Gerade unter trendbewußten Städtern in der zweiten oder dritten Lebensdekade haben sich innerhalb eines Jahres Legionen von treuen Abnehmern des flüssigen "Designer-Food" gefunden. Und dessen Sortiment nimmt ständig zu: "Black Spark", "Taurus", "X-plosiv", "XTC", "Cooler" und... und... und. Nahezu monatlich kommt neues Designer-Food auf den Markt. Derzeit warten wir auf "Love Bomb", das Power-Aphrodisiakum für den fortgeschrittenen Konsumenten. Bisher ist die Liebesbombe allerdings nur auf dem Britischen Markt zu bekommen. Sollten die bisher noch diskutierten Ingredenzien aber doch die Zulassungshürden der Lebensittelimportvorschriften überwinden, dürfen wir uns auch bald hierzulande via Power-Drinks erotisch "anturnen" lassen.

Was die Inkas gegen Dance-floor-Tiefs und Managemant-Krisen empfehlen

Vertrieben werden all die zunehmenden, unterschiedlichen Stimulanzdrinks derzeit über viele verschiedene Schienen: Getränkegoßhandel, Gastronomie, Tankstellen, Fitnesscenter, eigens gechaffene Firmen wie die ,,Designer Food P&S" in Düsseldorf etwa und sogar die Metzgereigenossenfschaft: Wegen der hohen Einkaufspreise sind die Gewinnspannen dieser Betriebe allerdings kaum noch ausbaufähig.

Millionen von Dosen, ehedem gefüllt mit "trinkfertigen Spor- und Stimulanzgetränken", dürften mittlerweile die Müllhalden bereichern. Denn die Abtfüllung in Blech gehört mit wenigen Ausnahmen zum Spirit des Produkts und seinen Konsumenten: Trash-Kultur eben. Zum Outfit im neuen Girlie-Look mit kurzem silbernen Kleidchen und blauer Schleife im Haar sieht eine braune Cappuccino-Tasse nun mal ziemlich blöd aus. Das schlanke, glänzende Döschen (z.B. "Purdey's') ist dagegen - alternativ zum Lutscher - das korrekte Accessoire.

Wirbel haben die angeblichen Fitmacher allerdings im vergangenen Jahr weniger mit ihrem Look als mit ihrem Inhalt gemacht. Wasser, künstliche Farb- und Aromastoffe, sowie ordentlich Zucker (macht 95-120 Kalorien pro Dose) haben sie zunächst mit anderen nichtalkoholischen Getränken gemein. Zu Marktrennern wurden Bull & Co erst durch weitere Zutaten, die in den neuen Stimulanzien jeweils anders dosiert und kombiniert werden: Mineralien, Vitamine, Guarana, Koffein und Taurin. Fitness -Getränke wie "Gatorade", "Isostar" oder "Aquarius" waren die ersten Energy-Elixiere auf dem Markt. Sportlern, die bei körperlicher Anstrengung Mineralien wie zum Beispiel Kalzium, Magnesium und Kalium verlieren, bringen diese Drinks verbrauchte Energie (ausgeschwitzte Elektrolyte) sofort zurück. Besonders angepriesen wird die "Isotonie'" von Kunstflüssigkeiten wie "Flizz Dich Fit", "Iso-Fit" und vieler anderer mit "Iso" im Namen. Sie sind ähnlich zusammengesetzt wie die Blutflüssigkeit des menschlichen Körpers, was laut Herstellern die rasche Aufnahme in Magen und Darm erleichtert. Gut gemeint, aber sportmedizinisch zweifelhaft: Verdauungsorgane verändern die Zusammensetzung des Getrunkenen, lange bevor es in den Blutkreislauf gelangt. Zusätzlich enthaltenauch die isotonische Fitnessgertränke viel Zucker, der bei starker körperlicher Anstrengung eine hormonelle Gegenregulation auslösen und paradoxerweise zur Senkung des Blutzuckerspiegeis führen kann: Fitness ade.

Da bei normaler Ernährung, und normalen Belastungen Mineraldrinks eigentlich überflüssig wären, lassen denen wachsende Absatzzahlen nur noch den Schluß auf ein Volk von Olympioniken zu.

Aucn die Vitaminzusätze in Sportdrinks oder in neuen Power-Produkten wie dem Getränkepulver "Bon Vita" ' sind wohl in erster Linie Nahrung für die Psyche. Sollte jemand tatsächlich an einem bestimmten Vitaminmangel leiden, so wäre nur eine gezielte, kontinuierliche Zufuhr des fehlenden Vitamins sinnvoll. Im übrigen hat bisher niemand Leistungssteigerungen unmittelbar nach Einnahme hoher Vitamindosen nachweisen können. In der Nacht, in der's auf dem Dancerfloor drauf ankommt, wirkt der Vitaminstoß also kaum.

Obwonl seit vier Jahren in Umlauf, begann der Boom und die Mythenbildung um Guarana erst im letzten Jahr. Mittlerweile vertreiben rund zehn deutsche Firmen die Inka-Kraft in Flüssig- oder Pulverform sowie in Fruchtschnitten, Schokoriegeln und anderen Lebensmitteln. Neben dem in Ampullen abgefüllten Shooter "Jump" stellt die Düsseldorfer Firma "Designer Food P&S" daraus das Getränk "Guvi" (von: Guarana - Vitamine) her. Trotz des psychedelischen Designs ist beides nicht nur für Techno-Kids gedacht, sondern auch für "Management-Etagen, Minibars und Seminarräume". Keine Sorge: Die Wirtschaft bleibt clean: Denn was gefährlich nach Marihuana klingt, ist in Brasilien an jeder Straßenecke als Limo erhältlich und besteht vor allem aus Koffein. Wirkungen und Nebenwirkungen dieses aus den Früchten einer Tropenpflanze gewonnenen Substrats sind deshalb denen der Kaffeebohne sehr ähnlich. Möglicherweise etwas verträglicher für Magen unc Kreislauf, können zarte Seelchen und Körper nach diesem Muntermacher greifen, wenn sie es aus eigener Kraft nicht mehr von der Chill-out-zone (hat nichts mit dem Gefrierfach zu tun, sondern bezeichnet ein Entspannungsterrain innerhalb der Disco) auf die Tanzfläche schaffen. Die oft zitierte Behauptung, Guarana könne durch seine Gerbstoffe Gifte aus dem Körper transportieren, ist medizinisch allerdings nicht belegt.

Wenn schon kein Gesundheits-Drink dann wenigstens ein bißchen Wildheit in Dosen

Einstiegsdroge oder Kinderlimo?

ln den Power-Drinks mit und ohne Guarana sind pro Dose Koffeinmengen enthalten, die denen einer schwachen Tasse Kaffee entsprechen. Dies ist etwa ein Drittel mehr als in "Coke"oder "Pepsi". Im schlimmsten Fall fabrizieren sie also Zustände wie den sogenannten "Cola-Rausch". So wird das Thema "Kinder und Koffein" durch die neuen Energy-Produkte auch nicht brisanter als vorher. Auch die im letzten Jahr entflammte Diskussion um Guarara als Einstiegsdroge ist erlahmt. Der "Fachverband für Drogen und Rauschmittel'' in Hannover macht sich um Zigaretten rauchende und Alkohol trinkende Teenies deutlich mehr Sorgen als um jene, die an der Tankstelle eine Dose "XTC" erstehen (gemeint ist nicht die Droge, sondern der gleichnamige Energy-Drink).

"Red Butl", Vorreiter aller trendigen Power-Limos, hat seinen Namen, seine vorübergehende Illegalität in Deutschland und seine gIeichzeitige Popularität der synthetisch hergestellten Substanz Taurin zu verdanken. Das klingt nach Bulle ("Taurus" ) und geheimnisvollen Kräften, ist aber lediglich eine im Körper ohnehin vorhandene Aminosäure, die nur bei einem - in Deutschland sehr seltenen - Vitamin-B6-Mangel ergänzt werden müßte. Ob Taurin selbst anregend ist oder nur die Wirkung des in "Flying Horse" oder "Red Bull" ebenfalls enthaltenen Koffeins verstärkt (möglicherweise besonders in Kombination mit Alkohol), ist ungewiß. Sicher ist, daß die Einfuhr des österreichischen "Red Bull"-Originals (nachweislich mit mehr Hyper-Speed als die deutsche Version) wegen der speziellen Kombination von Taurin mit anderen Wirkstoffen weiterhin illegal bleibt. Als Zutat zu den Rezepturen hat Taurin ursprünglich aber lediglich die Funktion eines Geschmackverstärkers, genau wie Inosit, Glucuronolacton oder Phenylalanin. All diese Substanzen kommen, wie die Hersteller immer wieder anführen, im Körper vor und erfüllen dort tatsächlich wichtige Funktionen im Stoffwechselgeschehen. Damit ist aber keinesfalls gesagt, daß eine Aufnahme über die Nahrung auch nur annähernd sinnvoll oder gar gesund ist. Ein Kohlehydrat wie Glucuronolacton stellt der Körper zwar selbst her. Wenn er es aber über die Nahrung zugeführt bekommt, zerlegt er es zunächst ohnehin in seine Bestandteile und wandelt sie um. Dafür aber verbraucht der Körper wiederum Energie. Und was er schließlich daraus macht, ist möglicherweise etwas ganz anderes als Glucuronolacton. Es ist also alles viel komplizierter, als uns die Werber glauben machen wollen. Für gesundheitsfördernd kann die Energy-Drinks nur halten, wer schon immer glaubte, mit streichbarer Schokolade auf der Semmel ein vollwertiges Frühstück zu sich zu nehmen. Im besten Fall also können die Wirkstoffe der Energy-Drinks nicht schaden. Hauptsache im Trend. Wenn ich mir mein Club-Wear bei Adidas einkaufe, interessiert's mich ja auch nicht, daß es nur dann gesund wäre, wenn ich damit zum Jogging durch die Wälder starten würde...

Aufgeregte Autoritäten und willige Stadtmagazine halfen den Herstellern bei der Promotion, indem sie die Power-Drinks, die Guarana und Taurin enthalten, ind diue Nähe von Drogen rückten. So gerieten die weitgehend harmlosen Brausen in den Ruf des Verruchten, was sie nur noch interessanter machte: Wem Ecstasy zu "heiß", oder zu teuer ist, der kann immerhin noch ein wenig Wildheit in Dosen erstehen.

Erfolg ist Image-Sache

Angesichts der Umsatzzahlen, die der Hersteller von "Red Bull", Dietrich Mateschitz, für 1993 bekannt gab, attestierte die "WirtschaftsWoche" nur noch den "roten Wahnsinn. Der tobte vor allen im Deutschland und brachte dem österreichlischeinn Unternehmer einen Umsatz vo 35 Millionen Mark. Doch möglicherweise ist sein Produkt aus dem absteigenden Ast. Alternative Anbieter wie Michael Hasselbach von "Natur- und Trendprodukte" haben "Red Bull" aus dem Programm genommen, unter anderem "wegen dem Dosenmüll", wie er sagt. Außerdem hat die Pionierarbeit von "Red Bull" einen Haufen Konkurrenz auf den Plan gerufen. Neue Power-Drinks schießen wie die Pilze aus dem Boden. Und drittens wandelt sich die Techno-Szene - Hauptabsatzmarkt für Power-Drinks - wie ein Chamäleon; nicht zuletzt, um sich der totalen Vermarktung zu entziehen. Nur mit "Cred" - was laut Trendwörterbuch (Matthias Horx) mehr als nur Glaubwürdigkeit, sondern die Schnittmeng aus Authentzität, Mythos, Corporate Identity, Sozialverträglichkeit, Political Correctness, Trendkompetenz, Thrill-Potential und Faszination" bedeuted - kommt ein Produkt bei der Generation X inzwischen weiter als mit Kommerz pur. Noch im Herbst erklärte Oliver Dahl, Marketing-Manager bei Pepsi-Cola Deutschland gegenüber "Forbes": "Wir treten nicht mit geballter Werbekraft auf, wiel die Techno-Szene nicht von auße kommerzialisieren läßt." Also werden vor allem Szene-Veranstaltungen gesponsert. Mega-Rave-Partys und Regenwald-Projekte, um die Ware dezent an die widerspenstigen Verbraucher zu bringen. Mit geschicktem Pruduct-Placement halten es auch die Marketing-Experten von "Guvi", wenn "eine Gruppe Fallschirmspringer (...) in einer Formation über dem Nordpol abspringt und "Guvi" dabei war". Andererseits: Spätestens wenn ein Produkt schon am Nordpol bekonnt ist, hat auch der letze Raver entschieden, daß das, was er vor kurzem noch für Subkultur hielt, längst Mainstream ist. Und spätestens dann muß was Neues her. Längst sind - zum Teil von der Szene selbst entwickelt - neue Drinks aufgetaucht: Tekkno-Bier aus Bamberg, Jello Shot (Wackelpudding mit Wodka), wilde, angeblich geil machende Rinden- und Kräutermischungen mit und ohne Nikotin und vieles mehr. Ich mußte erfahren, daß es inzwischen sogar als ziemlich "uncool", ja sogar spießig gilt, in der Disco ein "Guvi", "Red Bull" oder "Flying Horse" on the rocks zu bestellen. Was wirklich "pusht" sind Power-Drinks mit Alkohol in möglichst gewagten Kombinationen. Die Zaubertrunks der Zeitgeist-Theken enthalten in der Regel einen Schuß Guarana, Taurin und Koffein aus einem Energy-Drink nach Wahl), der mit Sekt, Wodka, Limes oder was der Stoffwechsel sonst noch so begehrt, aufgegossen wird.

Für jemanden wie mich, die ich partout keine Flügel bekommen möchte und der es ohnehin zu anstrengend ist, dauernd dem neuesten Stand der coolness hinterherzulaufen, ist es wahrscheinlich besser, sich inbrünstigst zum Spießertum zu bekennen und in Traditions-Reservaten wie dem "Schumann's" Zuflucht zu suchen. Hier zucken die Barkeeper auf die Frage nach etwas derartig Unklassischem wie Power-Cocktails nur desinteressiert die Schulter. Und ich darf unbehelligt vom Zeitgeist vor meinem guten alten Whisky Sour sitzen sitzen und leise das kleine Weltraumliedchen summen: "Won't you pour me one more of that sinful Old Janx Spirit..."

Angela Griegelat

POWER-DRINKS

Aquarius. Die blaue Dose aus dem Hause Coca-Cola steht ganz oben auf der Chart-Liste der Sportgetränke. Die Kalzium- und Vitamin-C-spritze schmeckt fad, löscht aber den "Tiefen-durst" ausgebrannter Sportler.

Black Spark. Der rötlich-braune, klebrlg-bittere Arzneitee aus Kräuern (Chinarinde, Schafgarbe, Enzian, Salbei, Wermutkraut, Angelikawurzel), Guarana, Koffein, Colanuß-Extrakt, Vitaminen und ordentlich Zucker schmeckt eher zum Abgewöhnen. Speed verspricht höchstens der Reiz des Verbotenen. Die ausdrückliche Warnung auf der Dose: "gleichzeitige Aufnahme von Alkohol vermeiden!"Au nar.me Voll A!kohol vermeidell!''

Cooler. Die Club-Cola der Guarana-Fetischisten. Wirkt erst nach etwa einer Stunde, peppt dann standesgemäß auf (manche aber auch nicht- je nach Tagesform und Stoffwechsel des Trinkers). Die Libido bleibt allerdings ziemlich kalt. Vielleicht liegt's am schlaffen Kinder- Cola-Aroma.

Flying Horse Erinnern Sie sich an das Brausepulver mit Waldmeister, das Sie als Kind von der Hand geleckt haben? Wenn Sie dies jetzt noch mit Taurin versetzen und als flüssiges Elixir in die Dose wandern lassen, kommt "Flying Horse" dabei heraus. Szene-Kenner schwören auf die Flügel, die dieser Power-Drink anscheinend besonders in Verbindung mit Alkohol verleiht.

Gatorade. Laut einhelliger Meinung "der eInzIge SportTrunk, der wirklich schmeckt": vollfruchtig nach Orange, erfreulich unsüß und mit 0,5 L Inhalt tatsächlich durstlöschend. Die Mineralwerte ( Kalzium, Magnesium, Kalium) liegen unter dem Durchschnitt.

Guarana Tropical Fruit Drink. Guarana goes "Blubberlimo": viel Zitrone und Karamel, wenig Sprudel. Die reichlicn süße Brause erinnert an den bergsteigertauglichen "Almdudler", hat aber bei so manchem durchaus die prophezeihte Guarana-Wirkung: Euphorie und Hyper-Speed

Guvi. Der Waldmeisterpudding in Flüssigform mit Tendenz zum Kaugummiaroma gehört mit seiner süßen Kombination aus Guarana plus Vitaminen zu jenen"Power-Drinks", die man getrost Kindern einflößen kann (wenn's ihnen schmeckt): eine eher harmlose Trend-Limo.

Isostar. Kennt wohl inzwischen jeder: Das einzige nichtsprudelnde, isotonische Getränk. Schmeckt (deshalb?) wie eingeschlafene Füße. Dafür belastet's den Magen nicht und ist beim Marathon auf dem Dancefloor der perfekve Re-Hydrator, für alle, die mit Wasser nichts anfangen können.

Krating Daeng Sirup. "Krating Daeng" ist thailändisch für "roter Bulle" ("Sirup" spricht für sich) und damit sind wir direkt beim österreichischen Original von "Red Bull", dessen Einfuhr weiterhin illegal bleibt. KDS ist legal und macht u.a. mit Taurin - megafiz.

Lipovitamin. Schmeckt wie flüssiges Automatenkaugummi und riecht auch so (beim "Rein" wie beim "Raus"). Der japanische Hersteller dachte auch eher an Hustensaft als an einen Longdrink-Zusatz. Als solcher der totale Knaller!

Love Bomb. Bisher ist das Aphrodisiakum aus Catuaba-Rinde und Maira-Puana-Wurzel hierzulande nicht legalisiert (wird derzeit höchstens aus London "eingeschmuggelt'). Guarana, Taurin und diverse Ginseng-Sorten sorgen dafür, daß die Liebesbombe gezündet wird. Lange kann's nicht mehr dauern, bis auch die Deutschen versuchen dürfen, so ihre Libido anzuturnen.

Purdey's. Superfrisch und sprudelnd kommt der britische Energy-Drlnk aus der designpreisverdächtigen, silbrigen Flaschendose. Damian Ginseng und diverse Rinden stimulieren alles mögliche. Außerdem: Reichlich Vitamin B und C.

X-Plosiv. Power- oder Dauer-Brause? Die neue Kreation aus deutschen Landen (Köln) rühmt sich ihrer Ausgewogenheit von Taurin, Koffein und Vitaminen und der Tatsache, daß sle "ohne Bedenken und in jeglicher Menge konsumiert" werden kann. Den Mega-Speed schließt das jedenfalls aus. Teenies, die schon lange ihrem Dauerlutscher entwöhnt werden wollten, können nun getrost zur Dauer-/Power-Brause greifen.

XTC. Der Energy-Drink für Gourmets. Mit der Kombinatlon aus Guarana, Koffein, Fruchtsäuren und nicht zuviel Zucker, ist XTC besonders wohlschmeckend. Sein frisches, fein bitter-säuerliches Aroma erinnert angenehm an Bitterlemon, auch wenn die Rauschwirkung mit der des wahren Ecstasy nicht zu vergleichen (dafür aber legal) ist.


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