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Doping aus der Dose?

Teure Gummibärchenbrausen wie Red Bull und Flying Horse sind der Hit beim Discofieber. Sie enthalten vor allem Coffein und sind durchaus nicht immer harmlos.

Was für ältere Semester das Bier am Stammtisch, ist für Discokids und coole Typen ein Energy Drink,nämlich ein >>echt geiles<< Getränk - und das ohne Alkohol. Power-Brausen in fetzig aufgemachten Dosen vermitteln per Werbung einen Freiflug aus dem Knast, verleihen übermenschliche Kräfte und machen Unmögliches möglich. Wer fährt nicht drauf ab, wenn Dynamite, Flying Horse, Red Bull oder Dark Dog aus kleinen Würstchen explosionsartig wahre Goliaths werden lassen?.

Doch auf den Teppich zurückgekehrt, bleibt beispielsweise von Red Bull,dem ersten Kultgetränk der Disco-Szene, zumindest geschmacklich kaum mehr als die süße Erinnerung an ein Treffen rnit Gummibärtchen . Und das ist gewiß: Mit Sportgetränken haben die diversen coffeinhaltigen Drinks nichts gemein und beim Joggen, Radeln, Kicken oder Krafttraining auch nichts zu suchen..

Die Herstellung der Powerbrausen ist in Deutschland nicht erlaubt, doch ihr Verkauf muß aufgrund von EU-Regelungen geduldet werden. Dies hat die Getränke sicher so manchem erst richtig interessant gemacht..

Energy Drinks zeichnen sich hauptsächlich durch ihren hohen Coffeingehalt aus. Er liegt deutlich höher als in herkömmlichen Colas, in denen nach unseren eigenen Untersuchungen meist unter 100 Milligramm Coffein pro Liter (mg/L) enthalten sind. In Red Bull und Flying Horse, die wir exemplarisch als Marktführer untersucht haben, stecken immerhin fast (die erlaubten) 320 mg/L, also pro Dose etwa soviel wie in einer Tasse Kaffee. Während Kinder und Jugendliche aber Kaffe weden des bitteren Geschmacks oft ablehnen (Schutz vor zu reichichem Genuß), verleitet gerade die auf sie zugeschnirtene Gummibärchennote der Energy Drinks zum Trinken..

Coffein macht munter.

Coffein wirkt anregend und kann das subjektive Leistungsgefühl bei Belastungen steigern. Schlimm ist, daß man gar nicht merkt, wie sehr man sich in Wirklichkeit anstrengt. körpereigene Schutzmechanismen werden dann geschwächt. Das fein aus balancierte Regelungssystem, das unseren Körper vor gefährlicher Überbeanspruchung schützt, wird durchbrochen. In höheren Dosen - diese sind individuell verschieden - und besonders bei nicht an coffeinhaltige Produkte gewöhnten Personen zeigt Coffein mitunter Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Muskelzittern oder Herzrhythmusstörungen. Coffein wirkt auch diuretisch (harntreibend). Von nationalen und internationalen Sportverbänden wird Coffein sogar als Doping-Substanz gelistet. Sportler, die mehr als 12 Mikrogramm Coffein pro Milliliter Urin aufweisen, gelten als gedopt..

Zum Schutz vor Verwechslungen mit herkömmlicnen Colagetränken muß auf den erhöhten Coffeingenalt bei Energy Drinks hingewiesen werden. Auch in den in jüngster Zeit auf den Markt schwappenden Guarana-Drinks befindet sich zumeist reichich Coffein. Guarana wird aus den Samen einer brasilianischnen Schlingpflanze gewonnen und ist auch in Deutschland nichts Neues. Weil es nicht nur Coffein, sondern auch andere Wirkstoffe enthält, wurde es früher gegen Migräne, Neuralgien, Durchfall und Fieber empfohlen. Dle Tabelle auf der nächsten Seite zeigt ein Beispiel eines guaranahaltigen Drinks (Red Skin), der auf dem Schweizer Markt Kunden munter machen soll. Doch in diesem Produkt ist der Coffeingehalt mit 170 mg/100 ml relativ gesehen gar nicht so hoch..

Nichts weiter Aufregendes.

Die Wirkung der anderen Inhaltsstorffe der neuartigen Energiegetränke wurden vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedin, einem Nachfolgeinstitut des Bundesgesundheitsamtes, im Juli 1994 wie folgt zusammengefaßt: >>Sensationelle Aufmachungen und teilvveise irreführende Angaben haben zu einer massiven Verunsicherung der Verbraucher geführt. Dle behauptete Wirkung dieser Getränke als >>Muntermacher<< beruht prinzipiell auf dem Coffeingehalt. Werbeaussagen über eine diesbezügliche Wirkung von als Geschmacksverstärker zugesetztem Taurin, Inosit und Glucuronolacton sind wissenschaftlich nicht haltbar und damit irreführend... Auch ist die Aussage, daß durch diese Getränke Schadstoffe rascher abgebaut werden, wissenschaftlich nicht haltbar und daher irreführend.<<.

Das Bundesinstitut empfiehlt weiter, daß bei Übermüdung vielmehr auf ausreichend Schlaf (natürlich vor dem Discobesuch) und erforderliche Pausen zum Beispiel bei längeren Autofahrten geachtet werden solle. Zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes bei sommerlicher Hitze und/oder verstärkter körperlicher Aktvität sei reichlich Wasser in Form von verdünnten Obstsäften, Mineral- und Trinkwasser oder Früchtetees wesentlich bekömmlicher und gesünder. .

Außerdem: Behauptungen, bei den neuartigen Erfrischungsgetränken handele es sich gar um Einstiegsdrogen oder Aufputschlimonaden, dürften vollig unangemessen sein und machten diese Getränke über Gebühr interessant, insbesondere bei dafür empfänglichen Jugendlichen..

Unser Rat.

Zu den prominentesten Szenegetränken gehören Red Bull und Flying Horse. In ihnen steckt mehr Coffein als in üblichen Colagetränken. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für Sportler sind diese anregenden Getränke nicht zu empfehlen. Bei Müdigkeit und Leistungstiefs sollte man lieber richtig ausschlafen..

Nicht zu unterschätzen ist der Energiegehalt, der mit ca. 500 Kilojoule oder 125 Kilokalorien je Dose der Bezeichnung Energy Drink alle Ehre machen kann. Preise von drei Mark im Supermarkt bis zu zehn Mark in der Disco pro Dose können zumindest bei Jugendlichen tiefe Löcher in den Geldbeutel fressen.


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