Energy-Drink Club 2000 | Energy Drink, Energydrink, Energy-Drinks, Energy-Drink, energydrinks, Imagedrink, Powerdrink, Guarana

1849 Drinks Online

Visitor Statistik:
Visits: 336953
Today: 11
Online: 1
Intro > Home > Berichte > Berichte Detail

Fränkischer Tag vom vom 27.03.1999

...nicht der Geschmack: Trendgetränke sind "Kult" - gleich wie sie schmecken. Jan Fischer weiß das und vertreibt vom Bamberger Hafen aus trendy Drinks in alle welt: "Red Bull", "Corona" und "Afri-Cola" zählen zu den bekanntesten der rund 80 von Fischer gelisteten Kultprodukte.

Das Geschäft mit dem Kultgetränk

Der Bamberger Jan Fischer vertreibt mit Erfolg modische Fun-Drinks - Kunden in aller Welt.

"Red Bull" verleiht Flügel - gleich in doppelter Hinsicht: den Konsumenten, so heißt es, bringt der Energy-Drlnk Power für die ganze Nacht. Und auch die Hersteller und Händler des österreichischen Kultgebräus heben mit "Rad BuIl" ab - vor allem, was den Umsatz betrifft: kein Marktsegment im Gatränkehandeilkonnte in den letzten Jahren solche Zuwachsraten verzeichnen, wie das der Energy- und Fun-Drinks.

Einer, der davon profitiert, ist der Bamberger Jan Fischer. Mit dem Vertrieb von Trendprodukten schwimmt der 29jährige auf einer Welle, die seinem Unternehmen seit 1994 Jahr für Jahr gigantische Umsatzzuwächse von rund 300 Prozent beschert. Dabei stieg der ehemalige BWL-Student ganz bescheiden in das Geschäft mit den Kuitgetränken ein: mit etwas Insiderwissen, einem Lieferwagen und einem Handy. Heute zählt Fischer zu den Marktführern in der Branche: mit fünf festangestellten Mitarbeitern, Kunden in aller Welt und einem erwarteten Umsatz im laufenden Jahr von zwei Millionen Mark.

Fischers Trendprodukte schlagen voll ein - und finden vor allem in Diskotheken und Tankstellen ihre Abnehmer. Interessant dabei: die Getränke müssen gar nicht mal gut schmecken, um verkauft zu werden:

"Entscheidend für den Erfolg sind Verpackung, Name und das Marketing", weiß der Trend-Experte. "Je außergewöhnlicher, desto besser. Auch der Preis sei nebensächlich. "Viel wichtiger ist, daß das Produkt schnell auf dem Markt ist." Denn wer mit seinen Ideen zu spät komme, der bleibe mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Getränken sitzen, die noch vor weniger als einem halben Jahr absolut in waren.

Jan Fischer ist Nischenanbieter. Produkte die es im Supermarkt zu kaufen gibt, läßt er sich erst gar nicht als Muster schicken.

Seinen Kunden ist "normales" Bier zu spießig, sind "normale" Liköre zu langweilig: "Die Leute wollen was mit Kick - und ständig was Neues!" Dazu zählern auch die Energy-Drinks, die längst nicht mehr nur in der Techno-Szene getrunken werden. Ob fllegende Pferde, rote Bullen oder fremde Galaxien:

"Mittlerweile greift eine breite Kundenschicht zu diesen Dosen", weiß der Getränke-Experte.

Gespür für Trends, Kontakte zu Szenemenschen, Zuverlässigkeit der Lieferanten: für das Geschäft des 29-jährigen Unternehmers gibts nichts Wichtigeres. "Weil die Produkte immer kurzlebiger werden, müssen wir immer schneller auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren", sagt Fischer. Bestes Beispiel: der Elchtest. "Den Likör zum Baby-Benz gab´s, als das Thema in aller Munde war." Heute verkauften sich die Flaschen nur noch mäßig. Und früher oder später wolle sie niemand mehr haben: "Weil sich das Zeug über den Namen und nicht den Geschmack verkauft und letztlich genauso schmeckt, wie jeder andere Likör auch."

Bei den Abwandlungen bekannter Markenprodukte ist das nicht anders. Wenn Fischer die ,"Fanta" als Cassis vertreibt, "Mars" als Bonbon und "tictac" statt in Orange und Weiß als grüne Pastille anbietet, dann werden diese Importe gekauft wie verrückt: daß der Preis viermal so hoch ist, wie der des Ursprungsprodukts, ist egal. "Allerdings nur, bis der Hersteller diese Ware regulär auf den Markt bringt"' erklärt Fischer: "Dann muß ich schleunigst was Neues bringen."

Jan Giersberg

Schwarz, eiskalt und doppelt stark

Kaffe in der Dose entwickelt sich immer mehr zum Kultgetränk -Ursprung in Japan.

Absatzmarkt Tankstelle: Fast jeder Shop führt inzwischen in seiner Kühltheke Dosen-Kaffee - und die Kassen klingeln.

Für Jan Fischer ist kalter Kaffee alles. Und geht es nach dem Bamberger Geschäftsmann, der mit Trendgetränken Millionenumsätze macht, so findet der Kaffeeklatsch der Zukunft nicht mit Meißner Porzellan und Sahnetorte statt, sondern viel einfacher: an der Tankstelle, zwischen Zapfsäue und Waschanlage.

Statt Torte und frisch gemahlenem Bohnenkaffee gibt es "Nescafe Xpress": kalten Kaffee aus der Dose. Der kommt von Nestlé, hat reichlich Koffein und wird eiskalt getrunken - wahlweise mit Zucker oder mit Milch und etwas Kakao. Mit dem kalten Kaffee aus der Dose will Hersteller Nestlé der Jugend das beliebteste Getränk der Deutschen schmackhaft machen: Denn weil die "Generation X" nicht auf den traditionellen Kaffee steht, müsse man die zahlungskräftige Zielgruppe der spontanen und mobilen 15- bis 30jährigen mit neuen Produkten erschließlen, erklärt Margit Ernestus, Pressesprecherin von Nestlé Deutschland.

Erst sei der Cappuchino auf den Markt gekommen, später der Milchkaffee. Nun kippe man eben mit "Nescafé Xpress" die Tradition. Weil das Trendgetränk aus der Dose doppelt so viel Koffein hat, wie eine Tasse starker Kaffee, greifen neben der jungen Zielgruppe auch immer mehr Menschen, die viel unterwegs sind, zu dem Wachmacher mit dem starken Kick: Reisende, Vertreter, Taxifahrer. Der Umsatz steigt - das Ziel ist hoch: "In diesern Jahr wollen wir 50 Millionen Dosen verkaufen", so die Konzernsprecherin.

Bisher wurde der kultige kalte Kaffee, der nichts mit herkömmlichem Eiskaffee zu tun hat, ausschließlich über Szeneclubs, Kneipen und Kinos verkauft. Jetzt hält er auch in den Lebensmitteleinzelhandel Einzug.

Für andere Trendgetränke bedeutet dieser Absatzkanal früher oder später das Aus: Zwar vergrößert sich über die Supermärkte die Zahl der potentiellen Kunden um ein Vielfaches, die tatsächlichen Kunden schrecke ihr Produkt im traditionellen Einzelhandel aber nur ab: "Weil's uncool ist, dort zu kaufen, wo alle kaufen", weiß Trendexperte Fischer: "Lieber legen sie in der Tankstelle einige Groschen mehr auf die Theke."

Hersteller Nestlé kann diese Sorgen nicht teilen, zumindest was seinen netten Dosenkaffee betrifft: Andere Trendgetränke wie "Red Bull" oder "Flying Horse" hatten sich längst in den Supermärkten durchgesetzt und seien dort nicht mehr aus der Riege der Erfrischungsgetränke wegzudenken. Margit Ernestus: "Bei Nescafé Xpress wird das nicht anders sein."

Die Erfolgsgeschichte des netten Kaffees hat bereits vor mehr als 30Jahren begonnen - und ausnahmsweise nicht in den USA, sondern Japan. Dort greifen die Menschen heute fast dreimal so oft zum "Ready-to-drink"-Kaffee als zur Cola-Dose. Über Spanien und Österreich kam der Kult-Kaffee bereits im letzten Jahr nach Deutschland, wurde zunächst in Berlin, später in anderen Szenestädten getestet. Jetzt will man bundesweit den Markt aufwirbeln - ohne gleich, wie in Japan der.Cola den Rang abzulaufen.

In der Liste der meistverkauften Trendgetränke steht "Nescafé Xpress" schon heute auf dem vierten Platz für drei Mark pro Dose. Und Margit Ernestus weiß auch warum: "Weil Kaffee ein kommunikatives Getränk ist, viele Gespräche finden beim Kaflee statt. Ganz gleich, ob aus der Tasse oder der Dose."


© by Jan Giersberg





© 2000-2002 by Energy-Drink Club 2000