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MARKT-TELEGRAMM

19.07.94

"RED BULL Energy Drink" - ein fragwürdiger "Munterrnacher"

"RED BULL ", "Flying Horse" und andere koffeinhaltige Erfrischungsgetränke sind seit März diesen Jahres auch in Deutschland auf dem Markt. Möglich wurde dies durch eine Änderung des Lebensmittel-und Bedarfsgegenständegesetzes.

Was ist eigentlich dran an diesen angeblichen "Muntermachern", die so viele Eltern und Lehrer beunruhigen und zunehmend auch die Ernähnungsberatung der Verbraucherzentrale beschäftigen? Zunächst einmal vor allem Wasser und viel Zucker, Zitronen- und Kohlensäure, Aroma, einige B-Vitamine und der Farbstoff Zuckercouleur Dann aber auch einige Substanzen, die in Deutschland bisher verboten oder nur eingeschränkt erlaubt waren: Nämlich die Aminosäure Taurin, die im Körper ohnehin ausreichend vorhanden ist, sowie Inosit und Glucuronolacton, die im Muskelgewebe vorkommen. Und schließlich noch 320 Milligramm Koffein pro Liter Getränk, 70 Gramm über dem bisherigen Grenzwert.

Das Gesundheitsministerium konnte die Zulassung nicht verweigern, hat aber den Warnhinweis vorgeschrieben, daß das Erzeugnis wegen des erhöhten Koffeingehaltes nur in begrenzten Mengen verzehrt werden sollte.

In der Werbung für das nach aufgelösten Gummibärchen schmeckende Getränk wird jedoch nicht auf Koffein verwiesen, sondern auf Taurin, das angeblich Geist und Körper belebe. Es wird leichthin behauptet, der sogenannte "Energy Drink" ersetze im Stoftwechsel wichtige verbrauchte Substanzen und baue Schadstoffe rascher ab, die durch körperliche Anstrengungen entstehen. Die Folge sei eine schnellere Erholung und eine erhöhte Leistungsfähigkeit.

Solche Werbeaussagen sind nach Meinung der Verbraucherzentrale zumindest zweitelhaft und unbewiesen, wenn nicht gar irreführend und falsch. Mittlerweile setzt sich auch die Lebensmittelüberwachung mit der Werbung und Aufmachung für dieses Getränk auseinander. Wissenschaftlich eindeutig bewiesen ist lediglich die anregende Wirkung von Koffein, die jedoch bei übermäßigem Genuß auch zu Herzrasen und Schwindelgefühlen führen kann. Für Kinder und Jugendliche ist dieser "erfrischende Durstlöscher" deshalb gänzlich ungeeignet. In Österreich weiß man das, denn dort muß "Red Bull" folgenden Warnhinweis tragen: "Für Kinder, Diabetiker und koffeinempfindliche Personen nicht geeignet. Nicht mit Alkohol mischen".

Fazit: Die Produkte, die zudem noch zu überhöhten Preisen von 3,-- bis 9,-- DM aufwärts in 1/4 Liter-Dosen angeboten werden, sind keine energie- und leistungsffördernden "Wundermittel". Kids sind gut beraten, den roten Bullen ins Leere laufen zu lassen, wenn er in Diskotheken oder Kiosken, Tankstellen, Supermärkten oder Sportzentren auf sie zukommt. Es bleibt zu hoffen, daß im Interesse des gesundheitlichen Verbraucherschutzes die zuständigen Behörden schnellstens tätig werden.


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