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Prost Mottenkiste

"Dr. Motte", Erfinder der Love Parade, will mit Wasser mehr Liebe unter die Menschen bringen.

Focus: Zuerst haben Sie die Menschheit mit Ihrer Musik beglückt, später mit der Love Parade. Warum bringen Sie nun auf der Reincarnationsparade in Hannover Wasser unters Volk?

Dr. Motte: Die Parade kostet keinen Eintritt. Da kann jeder machen, was er will. Ich werde mit einem Wagen für das "Licht & Liebe "-Wasser werben.

Focus: Wie bitte?

Dr. Motte: Eine geniale Idee: Eine Getränkefirma überlaßt mir eine ihrer vier Quellen. Im Gegenzug erwirbt sie von mir in Lizenz den Namen Dr. Motte Licht & Liebe Tafelwasser. Dafür muß das Untemehmen acht Pfennige vom Erlös jeder Flasche an den "Trink & Hilf "-Fonds abführen.

Focus: Es gibt doch schon mehr als genug Szene-Drinks . . .

Dr. Motte: . . . mein "Licht & Liebe"-Wasser soll ein Schritt mehr sein als nur ein weiterer Drink für Raver. Das natriumarme Wasser mit wenig Kohlensäure soll helfen, der Dehydrierung der Tänzer und damit Krankheit vorzubeugen. Jeder sollte täglich zusätzlich zu seinen Drinks mindestens zwei Liter Wasser trinken.

Focus: Entschuldigung, aber Liebe statt Kohlensäure, das hört sich stark nach Hokuspokus oder Marketing an.

Dr. Motte: Keineswegs. Alle Menschen haben ein Recht auf Glück und Liebe. Das Wasser bringt's ihnen. Als die ersten 200 000 Flaschen abgefüllt wurden, habe ich mich an die Abfüllstation gesetzt und meine Liebe auf jede Flasche ausströmen lassen. Bei späteren Abfüllungen wiederhole ich das jeweils.

Focus: Ist die Techno-Szene also besonders liebebedürftig?

Dr. Motte: Mag sein. Jedenfalls sucht die Clubszene hier in Berlin solche Wasser. Wlr werden es in 0,3-Liter-PETPlastikflaschen anbieten. Man kann es aus der Pulle trinken. Ist doch super- und zuck, weg in die Mülltonne.

Focus: Nicht eben umweltfreundlich.

Dr. Motte: Einweg find' ich auch nicht gut. Wir arbeiten an einem Pfandsystem. Ich wollte aber schnell am Markt sein, schnell helfen. Wenn mich morgen ein Auto überfährt, was dann? Dann kann ich niemandem mehr helfen.

Focus: Was soll denn "Trink & Hilf" da ausrichten?

Dr. Motte: Die meisten Leute meinen, man könne nichts tun gegen die Mißstände in der Welt, gegen Umweltsünden und Sozialabbau. Wer mein Wasser trinkt, hilft mit, die Welt zu verbessern.

Focus: Wer braucht denn Ihre Hilfe?

Dr. Motte: Bedarf für Hilfe besteht in unserer Welt an allen Ecken. Das Geld - dessen Verwendung von einem Notar überprüft wird - kann von Biberreservaten über die Treberhilfe bis zu krebskranken Kindem eingesetzt werden. Ich spreche mit dem Umweltbundesamt und verschiedenen caritativen Einrichtungen, um festzustellen, wo ich mit dem Geld am meisten tun kann.

Focus: Treten Sie nun die Fußstapfen der Wasserdynastien wie Evian, Perrier oder Vittel?

Dr. Motte: Ich verdiene an dem Wasser nichts. Ein buddhistischer Weiser hat einmal gesagt: Was immer an Freude ist in der Welt, entspringt aus dem Wunsch für das Glück aller anderen; was immer an Leiden ist in der Welt, entspringt dem Wunsch nach dem eigenen Glück.


© by HEINER SEGER / FOCUS 34/1996





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